Leistung · Training

Euer Team lernt UX für Fachsysteme, am eigenen Produkt statt an Beispielen.

Wir trainieren Produkt-, Engineering- und Fachbereichsteams in dem, was komplexe Fachsysteme verlangen: Bedienung, die unter Druck trägt, Research mit Fachanwendern, Design-Systeme, die Engineering tatsächlich nutzt, und Content, der die Sachbearbeitung nicht ausbremst. Vor Ort oder remote, hands-on, mit eurem System auf dem Tisch.

Kurz gesagt

Training ist unsere Leistung für Teams, die UX für Fachsysteme selbst können wollen, statt sie dauerhaft einzukaufen. Wir bringen die Methoden mit, die wir in Banking und Industrie täglich anwenden, und wenden sie im Training auf euer eigenes Produkt an: eure Masken, eure Prozesse, eure Fachanwender. Teilnehmende gehen mit Ergebnissen hinaus, die im nächsten Release landen können, nicht mit Folien. Formate gibt es für Produktteams, Engineering-Teams, Fachbereiche und Content-Teams, vor Ort bei euch oder remote.

Wir unterrichten keine generische UX. Fachsysteme haben andere Regeln als Konsumentenprodukte: Die Anwender sind Experten, die Aufgaben sind fristenkritisch, die Oberfläche darf Komplexität nicht verstecken, sondern muss sie beherrschbar machen. Genau das steht im Mittelpunkt jedes Trainings. Wer bei uns lernt, Interviews mit einer Steuerabteilung oder Beobachtungen in einer Leitstelle zu führen, lernt es mit den Fallstricken, die in regulierten und industriellen Umgebungen tatsächlich auftreten.

Für wen

  • Produktteams bei Softwareherstellern

    Ihr baut Fachsoftware für Banken, Verwahrstellen oder Industriekunden und wollt, dass neue Module ohne lange Schulung verstanden werden. Das Team soll Bedienprobleme selbst erkennen und beheben, bevor Kunden sie melden.

  • Engineering-Teams mit Design-System

    Eure Entwicklung baut Oberflächen aus Komponenten, aber Bibliothek, Tokens und Dokumentation driften auseinander. Das Team soll verstehen, wie ein Design-System gepflegt, erweitert und gegen Abweichungen verteidigt wird.

  • Fachbereiche, die Systeme mitgestalten

    Fondsbuchhaltung, Steuern, Operations oder Leitstelle formulieren Anforderungen an ein System, das sie täglich bedienen. Sie sollen lernen, Anforderungen so zu beschreiben und zu prüfen, dass Entwicklung und Hersteller sie umsetzen können.

  • Content- und CMS-Teams

    Ihr pflegt Texte, Hilfen, Fehlermeldungen oder Dokumentation in Fachsystemen und Portalen. Das Team soll Sprache so einsetzen, dass Fachanwender schneller und sicherer arbeiten, und die Strukturen im CMS entsprechend aufbauen.

Was drin ist

Jedes Training ist ein Format mit festem Kern, das wir auf euer Produkt und euer Team zuschneiden.

  • UX für Fachsysteme

    Grundlagen und Muster für Oberflächen, die Experten unter Zeitdruck bedienen: Informationsdichte statt Leere, Fehlerprävention, Fristenlogik, Zustandsanzeigen, Tabellen und Erfassungsmasken. Wir arbeiten an euren Masken und verbessern sie im Training, mit einer Begründung, die ihr später wiederverwenden könnt.

  • Research mit Fachanwendern

    Interviews, Beobachtung am Arbeitsplatz und Usability-Tests mit Menschen, die ihr System besser kennen als jeder Designer. Das Team lernt, Fragen zu stellen, die Fachleute nicht abschrecken, Sitzungen zu dokumentieren und Befunde in Entscheidungen zu überführen. Geübt wird an echten Aufgaben aus eurem Produkt.

  • Design-System für Engineering-Teams

    Wie ein Design-System aufgebaut, dokumentiert und im Code verankert wird: Tokens, Komponenten, Varianten, Zustände, Barrierefreiheit, Versionierung. Wir arbeiten im Repository eures Teams und zeigen, wie Design-Entscheidungen zu Code-Entscheidungen werden, ohne dass eine Seite die andere blockiert.

  • CMS- und Content-Teams

    Sprache in Fachsystemen: Beschriftungen, Fehlermeldungen, Hilfetexte, Benachrichtigungen. Dazu Informationsarchitektur und Content-Modelle im CMS, damit Inhalte konsistent, auffindbar und pflegbar bleiben. Geübt wird an euren Texten und eurem System.

  • Arbeiten am eigenen Produkt

    Kein Fallbeispiel aus einer anderen Branche. Wir bereiten das Training mit euren Masken, Prozessen und Fragen vor und lassen die Teilnehmenden an genau dem arbeiten, was sie im Alltag vor sich haben. Was im Training entsteht, ist ein erster Stand für das Backlog.

  • Material und Nachbereitung

    Teilnehmende bekommen Leitfäden, Checklisten und Vorlagen, die wir selbst verwenden: Interviewleitfaden, Beobachtungsprotokoll, Testplan, Komponenten-Checkliste. Nach dem Training fassen wir Ergebnisse und offene Punkte zusammen, als Übergabe an Produkt und Entwicklung.

So läuft es

  1. 1

    Bedarf klären

    Im Erstgespräch klären wir, welches Team trainiert wird, welche Entscheidungen es danach besser treffen soll und welches Produkt auf den Tisch kommt. Daraus wählen wir das Format oder kombinieren Bausteine zu einem Programm.

  2. 2

    Vorbereitung am Produkt

    Wir sichten euer System, eure Masken oder euer Design-System und bauen die Übungen darauf auf. Bei Research-Trainings klären wir mit euch, welche Fachanwender für Übungssitzungen zur Verfügung stehen und wie wir sie einbinden.

  3. 3

    Training, hands-on

    Vor Ort oder remote, mit kurzen Impulsen und langen Arbeitsphasen. Jede Einheit endet mit einem Ergebnis an eurem Produkt: ein überarbeiteter Dialog, ein Interviewleitfaden, eine dokumentierte Komponente, ein getesteter Flow.

  4. 4

    Übergabe

    Wir fassen zusammen, was entstanden ist und was offen bleibt, und übergeben es an Produkt und Entwicklung. Das Team hat damit nicht nur gelernt, sondern einen Stand, mit dem es direkt weiterarbeiten kann.

  5. 5

    Begleitung danach

    Auf Wunsch bleiben wir erreichbar: für Rückfragen, einen zweiten Blick auf die ersten eigenen Research-Sitzungen oder Reviews der ersten Komponenten. Wo mehr nötig ist, geht Training in UX-Support über.

Was wir zusagen

  • Trainer, die Fachsysteme in Banking und Industrie selbst gestalten, nicht nur unterrichten.

  • Jede Übung läuft an eurem Produkt, nicht an einem fremden Beispiel.

  • Teilnehmende verlassen das Training mit Ergebnissen, die ins Backlog können.

  • Material, das wir selbst im Projektalltag verwenden, zur freien Nutzung im Team.

  • Vor Ort oder remote, auf Deutsch oder Englisch, mit gleicher Tiefe.

Erweiterungen

Training lässt sich mit Leistungen verbinden, die das Gelernte im Betrieb verankern.

  • UX-Retainer mit vierteljährlichen Tests
  • Stundenpaket für Weiterentwicklung
  • Design System as a Service
  • Regelmäßige Wartung
UX-Retainer mit vierteljährlichen Tests
Wir testen euer System vierteljährlich mit Fachanwendern und besprechen mit dem Team, was es daraus für die nächsten Releases ableitet.
Stundenpaket für Weiterentwicklung
Ein Kontingent, aus dem das Team Reviews, Sparring oder Umsetzungshilfe abrufen kann, wenn es nach dem Training allein weiterarbeitet.
Design System as a Service
Wir betreiben das Design-System, das euer Engineering im Training aufgebaut hat, weiter: Komponenten, Tokens, Dokumentation und Versionierung.
Regelmäßige Wartung
Wir übernehmen die Pflege von Bibliothek und Dokumentation im festen Rhythmus, damit sich das Team auf Features konzentrieren kann.

Häufige Fragen

Ist das ein Standardkurs oder zugeschnitten?
Zugeschnitten. Die Formate haben einen festen Kern, aber Übungen, Beispiele und Material kommen aus eurem Produkt. Ein Design-System-Training für ein Engineering-Team sieht anders aus als eines für ein Produktteam, auch wenn die Grundlagen dieselben sind.
Wie viele Personen können teilnehmen?
Trainings funktionieren in Gruppen, in denen alle an echten Aufgaben arbeiten und Rückmeldung bekommen. Die passende Größe hängt vom Format ab, wir legen sie gemeinsam fest. Für größere Organisationen teilen wir in mehrere Gruppen oder kombinieren ein Training mit Multiplikatoren im Team.
Brauchen die Teilnehmenden Vorkenntnisse in UX?
Nein. Wir setzen fachliches Wissen über euer Produkt und eure Prozesse voraus, keine Designausbildung. Für Engineering-Teams knüpfen wir an Code und Komponenten an, für Fachbereiche an Prozesse und Anforderungen, für Produktteams an Backlog und Roadmap.
Vor Ort oder remote: Was ist besser?
Beides funktioniert, mit unterschiedlichen Stärken. Vor Ort lassen sich Beobachtungen am Arbeitsplatz und Arbeit am Whiteboard leichter einbauen. Remote eignet sich für verteilte Teams und für Formate, die am Bildschirm stattfinden, etwa Design-System-Arbeit im Repository. Wir empfehlen je nach Format.
Können wir mehrere Formate kombinieren?
Ja. Häufig ist eine Kombination aus UX für Fachsysteme und Research mit Fachanwendern für Produktteams, oder Design-System plus UX für Fachsysteme für Engineering. Wir bauen daraus ein zusammenhängendes Programm, statt einzelne Kurse nebeneinanderzustellen.
Was passiert mit den Ergebnissen aus dem Training?
Sie gehören euch. Überarbeitete Dialoge, Interviewleitfäden, dokumentierte Komponenten und Testbefunde übergeben wir strukturiert an Produkt und Entwicklung. Viele Teams nehmen sie direkt ins Backlog.
Kann Training eine Einführung begleiten?
Ja, als Ergänzung. Bei der Einführung eines neuen Fachsystems trainieren wir zum Beispiel Key-User darin, Anforderungen und Rückmeldungen strukturiert aufzunehmen, während die Einführungsbegleitung die Einführung selbst trägt. Beides greift ineinander.
Wie geht ihr mit vertraulichen Inhalten um?
Wir unterschreiben vorab eine Vertraulichkeitsvereinbarung und arbeiten mit Test- oder anonymisierten Daten. Trainingsmaterial, das euer Produkt zeigt, bleibt bei euch und wird nicht für andere Kunden verwendet.

Welches Team soll UX für Fachsysteme können?

Erzählt uns, wer trainiert werden soll und an welchem Produkt. Wir schlagen ein Format vor, das zu Team und System passt.

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