Sprechen wir






Banking & Quellensteuer
Wir begleiten Banken, Kapitalverwaltungsgesellschaften und Verwahrstellen bei der Einführung von Systemen für Quellensteuer-Erstattung, Vorabbefreiung und Meldepflichten — von der Ist-Analyse bis das Team dem System vertraut. Für Hersteller von Banking- und Steuersoftware liefern wir die Produkt-UX.
Beabstracto ist ein UX-Studio in München für komplexe Fachsysteme. Für Banken, Kapitalverwaltungsgesellschaften und Verwahrstellen begleiten wir die Einführung von Software für Quellensteuer-Erstattung, Vorabbefreiung und Meldepflichten wie MiKaDiv: Ist-Analyse, Fachkonzept, UAT, Go-live und Hypercare, inklusive Key-User-Befähigung und Schulung am Arbeitsplatz. Für Hersteller von Banking- und Steuersoftware liefern wir Produkt-UX: Research mit Fachanwendern, Statusmodelle, UI-Definition und Usability-Tests. Erste Erkenntnisse aus der Ist-Analyse liegen in der Regel nach wenigen Wochen vor. Wir arbeiten immer nur für eine Seite pro Projekt.
Im Projekt übernehmen wir die Rolle UX Consultant oder Business Analyst mit Schwerpunkt UX und Rollout. Wir sind von jedem Softwarehersteller unabhängig und verkaufen keine Lizenzen.
Selten an der Software, fast immer am Übergang in den Fachbereich: Der Prozess vom Anspruch bis zum Antrag ist im System nicht so abgebildet, wie das Team ihn lebt.
Die Lizenz läuft seit Monaten, aber kein Erstattungsantrag geht produktiv über das System. Der Fachbereich wartet auf die Schnittstelle, die IT auf das Fachkonzept, der Hersteller auf Rückmeldung.
Backoffice oder Fondsbuchhaltung liefern Bestände und Zahlungen nicht so, wie der Reclaim-Prozess sie braucht. Niemand übersetzt zwischen Fachbereich, Entwicklung und Hersteller, und jede Rückfrage kostet eine Woche.
Ansässigkeitsbescheinigungen, Vollmachten und Steuerbescheinigungen werden in einer Parallel-Liste nachgehalten, weil das System Status, Frist und nächsten Schritt nicht zeigt. Die Liste ist das eigentliche Fachsystem — ohne Vier-Augen-Prinzip und Prüfspur.
MiKaDiv gilt für Kapitalerträge, die nach dem 31.12.2026 zufließen. Das Datum steht, aber wer welche Angaben aus welcher Stufe der Verwahrkette liefert, ist im Haus ungeklärt — und das Reporting-Modul ist im Alltag nicht angekommen.
Zwei Tage Schulung im Konferenzraum, dann Go-live. Die Key User kennen die Funktionen, aber nicht die Ausnahmen: Teil-Erstattungen, abgelaufene Bescheinigungen, Korrekturen nach dem Versand.
Auf Herstellerseite: Ein neues Reporting- oder Erstattungsmodul ist fachlich korrekt, aber Kunden brauchen lange Einarbeitung und melden Rückfragen statt Fehler.
Regulatorische Daten und Erfahrungswerte, auf die wir uns beziehen — nur mit nachprüfbarer Quelle.
BZSt, Mitteilungsverfahren MiKaDiv
Richtlinie (EU) 2025/50, ABl. L vom 10.01.2025
McKinsey, „Losing from day one“, Dezember 2021
Case Dampfturbinen-Fertigung (Siemens)
Zwei Leistungen, sauber getrennt: Einführungsbegleitung für Banken, KVGs und Verwahrstellen — und Produkt-UX für Hersteller von Banking- und Steuersoftware. Wir arbeiten immer auf der Seite, die uns beauftragt; Informationen aus einem Auftrag fließen nicht in einen anderen.
Wir begleiten den Fachbereich — Steuern, Fondsbuchhaltung, Operations — von der Ist-Analyse bis das Team die Parallel-Liste ablegt. Wir nehmen die gelebten Prozesse vom Anspruch bis zum Antrag auf, schreiben das Fachkonzept in der Sprache beider Seiten, priorisieren nach Fristen und übersetzen zwischen Fachbereich, IT und Hersteller.
Wir begleiten den Fachbereich — Steuern, Fondsbuchhaltung, Operations — von der Ist-Analyse bis das Team die Parallel-Liste ablegt. Wir nehmen die gelebten Prozesse vom Anspruch bis zum Antrag auf, schreiben das Fachkonzept in der Sprache beider Seiten, priorisieren nach Fristen und übersetzen zwischen Fachbereich, IT und Hersteller.
Für Produktteams, deren Nutzer Steuerexperten, Fondsbuchhalter und Operations-Teams sind. Wir machen implizites Domänenwissen explizit — Personas, Geschäftsprozesse, kritische Momente, Fehler-Mapping — und übersetzen es in Statusmodelle, Informationsarchitektur und Interface-Verhalten. Komplexität verstecken wir nicht, wir machen sie handhabbar, prüfbar und sicher.
Die des Fachbereichs — nicht die einer Agentur. Diese Begriffe entscheiden, ob ein Konzept im Steuer-Team trägt.
Die Reihenfolge ist in jeder Einführung dieselbe; der Umfang richtet sich nach Haus, System und Frist. Jede Phase liefert ein Ergebnis für den Fachbereich.
Wir sitzen neben den Sachbearbeitenden, nicht im Konferenzraum: welche Anträge, welche Fristen, welche Ausnahmen, welche Excel-Listen. Mit Leitung Steuern oder Fondsbuchhaltung und der Projektleitung Einführung. Ergebnis: Ist-Prozess, Parallel-Listen, Medienbrüche, erste Risikoliste.
in der Regel wenige Wochen
Wir mappen den Soll-Prozess vom Anspruch bis zum Antrag — Vorabbefreiung, Quick Refund, Standard-Erstattung, Korrektur — und formulieren Anforderungen so, dass Fachbereich, IT und Hersteller dasselbe meinen. Priorität hat, was zuerst fristkritisch ist. Ergebnis: Fachkonzept, Statusmodell, priorisierte Anforderungsliste.
Wir übersetzen Rückfragen in beide Richtungen, bündeln Change-Requests mit Kontext und schreiben Testfälle aus echten Vorgängen. Im User Acceptance Test prüfen die Key User, nicht wir. Ergebnis: Testkonzept, UAT-Protokoll, Abnahmeentscheidung.
Wir befähigen Key User, Ausnahmen und Fehlerfälle zu erklären, und schulen am Arbeitsplatz mit echten Fällen. Die Cutover-Checkliste entsteht mit IT und Hersteller. Ergebnis: Key-User-Konzept, Schulungsunterlagen, Go-live-Checkliste.
Nach dem Go-live gehen wir mit: erste Fristen, erste Korrekturen, erste Meldung. Rückfragen lösen wir mit den Key Usern oder geben sie gebündelt an den Hersteller. Ergebnis: Hypercare-Log, Lessons Learned, Übergabe an den Regelbetrieb.
Wir verabreden zu Beginn Kennzahlen — fristgerecht bearbeitete Anträge, Rückfragen beim Hersteller, verbleibende Parallel-Listen — und prüfen sie am Ende der Hypercare.
Aus der UX-Beratung für den Hersteller einer Software zur Quellensteuer-Erstattung und aus Jahren in der Dampfturbinen-Fertigung — ohne Kundendaten, mit klaren Lektionen.
In einer engineering-geführten Organisation lag das Domänenwissen bei Entwicklern, Product Owner und Geschäftsführung — implizit und nicht priorisiert. Erst Glossar, Taxonomie und regulatorisches Mapping machten Personas möglich, Personas machten Geschäftsprozesse sichtbar, Prozesse zeigten kritische Momente.
Fachanwender in Quellensteuer und Reporting sind Experten, keine Gelegenheitsnutzer. Sie brauchen Validierungslogik, Audit-Trails und Beweismaterial sichtbar — keine Oberfläche, die alles glättet. Das Ziel heißt prüfbar und sicher, nicht „einfach“.
Solange ein Reporting-Modul als Sammlung von Screens diskutiert wird, bleibt unklar, wofür es optimiert. Erst der ganze Weg — finden, validieren, korrigieren, freigeben, nachverfolgen — zeigt, wo das System nicht versagen darf.
In der Dampfturbinen-Fertigung fanden sich die Kernprobleme nicht im Workshop, sondern nach Monaten neben den Ingenieuren: gedruckte Stücklisten, Textmarker, Copy-Paste alter Dokumente. In der Quellensteuer heißt die Papierliste Excel — genauso unsichtbar, bis man danebensitzt.
Stakeholder von Tier-1-Banken hielten einen in TypeScript gebauten Prototyp mit realistischen Daten für ein fertiges Produkt — weil er Filter, Validierung, Bulk-Aktionen und Audit-Trail so zeigte, wie der Alltag sie braucht. Umgekehrt glaubt der Fachbereich dem System erst, wenn er seinen eigenen Fall darin wiederfindet.
Teams führen Excel neben dem System, weil das System Status, Frist oder nächsten Schritt nicht zeigt — nicht aus Trotz. Wer die Liste verbietet, bekommt eine versteckte Liste. Wer sie ernst nimmt, bekommt die genaueste Anforderungsliste, die es gibt.
Produkt-UX im Quellensteuer-Umfeld und Prozessarbeit mit Experten in der Fertigung. Keine Bank-, KVG- oder Depotbanknamen.
Software für Quellensteuer-Erstattung · Herstellerseite
Neues MiKaDiv-Reporting-Modul für die Meldung an das BZSt plus UX-Modernisierung der bestehenden Plattform: Personas, Prozess-Mapping, Informationsarchitektur und ein TypeScript-Prototyp, den Tier-1-Stakeholder wie Produktionssoftware behandelten. Externe Beratung — kein Partner, kein Team des Herstellers.
→Industrie · SAP · Fertigung
Monate neben Industrial Engineers in der Dampfturbinen-Fertigung: Papierstücklisten und Copy-Paste wurden zu einer durchsuchbaren Oberfläche mit Vorlagenbibliothek und Excel-zu-SAP-Integration. Dieselbe Methode — beobachten, mappen, prototypisch umsetzen — wenden wir in Fachbereichen von Banken an.
→Dokumentenmanagement-Plattform
Arbeit an einer Dokumentenmanagement-Plattform aus der Herstellerperspektive: Ablage, Workflow-Freigaben, Vier-Augen-Prinzip.
An diesen Normen, Studien und Autoren orientieren wir unsere Arbeit — ohne eine Zertifizierung zu behaupten.
ISO/TC 159/SC 4 · 2020 (2. Ausgabe)
Sieben Interaktionsprinzipien, von Aufgabenangemessenheit bis Fehlerrobustheit — unser Prüfraster für Antragsmasken.
ISO/TC 159/SC 4 · 2019 (2. Ausgabe, bestätigt 2025)
Menschzentrierte Gestaltung als Prozess; Konformität ist Selbstauskunft, deshalb „orientiert an“, nie „zertifiziert“.
Kate Kaplan, Nielsen Norman Group · 2020
Fünf Ebenen von Komplexität — integrativ, informationell, intentional, umgebungs- und institutionsbedingt. Quellensteuer-Systeme treffen alle fünf.
Nielsen Norman Group · 2025
Legacy-, Legend- und Learner-Nutzer: Erfahrene fürchten Produktivitätsverlust, nicht die Veränderung — deshalb befähigen wir Key User zuerst.
Teresa Torres, Product Talk · 2021
Wöchentliche Gespräche mit Nutzern und der Opportunity Solution Tree — so bleiben Herstellerteams nah am Fachbereich.
Jeffrey M. Hiatt, Prosci · 2006
Awareness, Desire, Knowledge, Ability, Reinforcement. Laut Prosci-Benchmark ist sichtbares Sponsoring der wichtigste Erfolgsfaktor.
McKinsey & Company · 2021
Weniger als ein Drittel der Befragten berichtet von vollem Erfolg — statt der unbelegten „70 % scheitern“.
Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) · 2026
Technische Spezifikation des Meldeverfahrens nach §§ 45b, 45c EStG — der Maßstab für jedes Statusmodell einer MiKaDiv-Meldung.
Erstgespräch ohne Verkaufsrummel: Sie erzählen, wo die Parallel-Liste noch läuft. Wir sagen ehrlich, ob wir helfen können.
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