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Branche
UX für Energieerzeugung: Bedienbilder für Leitsysteme und SCADA/HMI sowie die Werkzeuge, mit denen Ingenieure Anlagen auslegen, fertigen und betreiben. Wir kommen aus dem Engineering der Dampfturbinen-Fertigung und gestalten mit den Bedienern, die im Schichtbetrieb Verantwortung tragen. Energie ist für uns Erfahrung aus der eigenen Laufbahn, kein Referenzkunde, und wir sagen das offen.

Beabstracto ist ein UX-Studio in München für komplexe, kritische Fachsysteme. Im Energiesektor arbeiten wir an Leitsystemen, SCADA/HMI und der Engineering-Software rund um Kraftwerke und Industrieanlagen: Bedienkonzept, Bedienbilder, Alarmdarstellung, Werkzeuge für Auslegung und Fertigungsvorbereitung. Der Gründer war Industrial und Application Engineer in der Dampfturbinen-Fertigung bei Siemens, mit P&IDs für Stromerzeugungssysteme, thermodynamischer Auslegung und SAP-Arbeitsplänen. Diese Nähe zur Anlage prägt unsere Arbeit. Wir orientieren uns an ANSI/ISA-101, VDI/VDE 3699 und EEMUA 191, als Maßstab für gute Praxis, nicht als Zertifikat.
In der Leitwarte und im Engineering-Büro scheitert es selten an der Technik. Es scheitert daran, dass Oberflächen und Werkzeuge im entscheidenden Moment nicht das zeigen, was gerade zählt.
Jede Abweichung meldet sich mit demselben Gewicht, und im Störfall laufen hunderte Meldungen in kurzer Zeit ein. Der Bediener lernt, wegzuklicken, und genau dann geht die eine Meldung unter, die zählt. Ein Alarmkonzept nach den Prinzipien von EEMUA 191 und ISA-18.2 ist Gestaltungsarbeit, nicht nur Parametrierung.
Das Prozessbild bildet die Anlage als Fließbild ab, in voller Farbe, mit jedem Messwert. Wo die Anlage gerade steht und was als Nächstes ansteht, muss der Bediener zusammensuchen. Wer die Bilder seit Jahren kennt, kommt zurecht; wer neu ist, nicht.
Die Bedienbilder sind über Jahre gewachsen, jede Umbaumaßnahme hat eine Ecke dazugebaut. Eine Modernisierung wirkt riskant, weil niemand mehr weiß, welche Bedienfolge wo verankert ist. Also bleibt alles, wie es ist, bis die Plattform ausläuft.
Die offizielle Software für Auslegung, Arbeitsvorbereitung oder Dokumentation ist da, aber die Ingenieure rechnen daneben in eigenen Tabellen. Das Wissen steckt in Dateien auf Laufwerken, nicht im System. Wir kennen das aus eigener Erfahrung in der Turbinenfertigung.
Die erfahrenen Schichtführer sehen auf einen Blick, was ein Bild verschweigt. Wenn sie gehen, geht dieses Wissen mit. Eine Oberfläche, die Anlagenzustände explizit macht, ist deshalb auch Wissenssicherung.
Ein neues Leitsystem oder eine neue Engineering-Software wird selten an einem einzigen Ort eingeführt. Jeder Standort hat eigene Gewohnheiten, Fahrweisen und Key User. Ohne Einführungskonzept entstehen lokale Umwege, und das Produkt gilt als gescheitert, obwohl es technisch funktioniert.
Wir arbeiten dort, wo die Anlage gefahren und geplant wird, gemeinsam mit den Bedienern und Ingenieuren, die später damit arbeiten.
Wir sitzen bei Schichtübergabe, Anfahren und Störung mit in der Leitwarte und schauen Ingenieuren beim Rechnen und Dokumentieren über die Schulter. Wir notieren, wo gesucht, umgangen und improvisiert wird. Daraus entsteht eine Aufgabenanalyse mit Anlagenzuständen, nicht eine Wunschliste an Features.
Mit erfahrenen Bedienern und Ingenieuren legen wir fest, welche Zustände, Kennwerte und Handlungen ein Bild tragen muss. Das Ergebnis ist ein Bedienkonzept mit Bildhierarchie, Alarmphilosophie und Navigationsregeln, abgestimmt mit Leittechnik und IT.
Wir entwerfen Übersichts-, Bereichs- und Detailbilder, Trendansichten und die Alarmliste, orientiert an ANSI/ISA-101 und VDI/VDE 3699. Der Prototyp ist klickbar und mit realen Anlagendaten gefüllt, damit die Bediener ihn so beurteilen, wie sie ihn später nutzen.
Wir spielen Störfälle und Routinen durch: Anfahren, Lastwechsel, Alarm in einem Nebenaggregat. Wir prüfen, ob die Lage erkannt und die richtige Handlung gefunden wird. Was nicht trägt, wird überarbeitet, bevor Engineering eine Zeile konfiguriert.
Wir übergeben dokumentierte Vorgaben an die Teams, die in WinCC Unified, TIA Portal, Qt/QML oder Web-Technologien umsetzen, und begleiten auf Wunsch die Einführung: Key User, Schulungsunterlagen, Rollout über Standorte, Nachjustierung nach dem Go-live.
Vier klar geschnittene Leistungen für Fachsysteme
Jede mit einem festen Team, einem festen Ansprechpartner und ohne Einarbeitungszeit in eure Domäne.

Der Gründer hat in der Dampfturbinen-Fertigung bei Siemens als Industrial und Application Engineer gearbeitet: Fertigungsprozesse in SAP, P&IDs für Stromerzeugungssysteme, thermodynamische Auslegung von Turbinen und Hilfsaggregaten. Dort entstand eine Lösung aus Excel-Automatisierung, Vorlagenbibliothek und SAP-Anbindung, die laut Projektaufzeichnungen rund 80 % Vorlaufzeit sparte. Das war Festanstellung, kein Beabstracto-Mandat; wir führen es als Erfahrung, nicht als Referenz.
Für einen Hersteller von Industrieöfen haben wir eine gewachsene Legacy-Software für Fachnutzer modernisiert: Produktarchitektur, Informationsarchitektur, User Flows und Design-System-Richtung. Bedienkonzept, Alarmdarstellung und Anlagenvisualisierung sind das Handwerk, das wir aus der Industrie in den Energiesektor tragen.

Für einen Anbieter von Instandhaltungssoftware haben wir eine App gestaltet, mit der Techniker den Zustand elektronischer Komponenten direkt am Schaltschrank erfassen, als Multi-Brand-Designsystem für viele Industriekunden. Die App ist live und zeigt, wie Bedienung im schlechtesten Moment und Skalierung über Marken zusammen gelöst werden.
Erzählt uns, wo in Leitwarte oder Engineering heute improvisiert wird. Wir schauen uns an, wo UX am meisten bringt.





